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Augenblick---Ansteckschmuck---Gerold-Sch
GEB. 1956

Der Vollender

Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterläßt selbst keine Spuren...

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1956

Gerold Schodterer

Der Vollender
geb. 1956

Das Glück und der „Zufall" gehören zu seinen ständigen Begleitern. Die Volks- und Hauptschulzeit zählen nicht gerade zu seinen „Sternstunden", ist er doch ein zu kreativer Geist, um sich in das lineare Gefüge des Schulalltags pressen zu lassen. Erst während der Lehrzeit von 1971 bis 1975, darf er unter der fachkundigen Führung seines Vaters, sein kreatives Potential voll entfalten.

 

1975 – also genau 100 Jahre, nachdem Engelbert Schodterer die Goldschmiede gegründet hatte, beendet Gerold Schodterer seine Lehrzeit mit ausgezeichnetem Erfolg.

 

1977 heiratet er Karoline Schodterer (geb. Kogler aus St. Veit/Glan in Kärnten), die in Bad Ischl die fünfjährige Fachschule für wirtschaftliche Frauenberufe besucht und seit 1979 im Betrieb mitarbeitet.

1980 legt er in Linz die Meisterprüfung ab

 

1981 wurde noch in Zusammenarbeit mit dem Vater, die Goldschmiede-Werkstätte in den Keller der Villa Schodterer verlegt und die Produktion des „Original Ischler Trachtenschmucks" weiter ausgebaut.

wird Gerold Schodterer an einem Sonntag im Zeichen des Löwen in Bad Ischl geboren. Die Fähigkeit neue Wege zu gehen, sich durchzusetzen und sich in jeder Lebenslage das Lachen zu bewahren, wurden ihm in die Wiege gelegt. 

1982, gerade als er überlegt, im Ausland zusätzliche Erfahrungen zu sammeln, erkrankt sein Vater Robert Schodterer II schwer und Gerold ist mehr oder weniger gezwungen, den Betrieb von heute auf morgen, mit allen Traditionen und Bindungen, zu übernehmen. Es gibt keine Nachdenkpause, „Will ich, oder will ich nicht?" – Und so beginnt eine intensive und arbeitsreiche Zeit, gilt es doch, das Erbe des Vaters verantwortungsvoll und bewusst zu verwalten. Dabei gerät die Faszination, die die moderne, individuelle Schmuckgestaltung seit seiner Lehrzeit auf Gerold Schodterer ausübt, für einige Jahre in Vergessenheit.

 

In den ersten Jahren nach der Betriebsübernahme wird die Trachtenschmuckerzeugung, zu diesem Zeitpunkt die wichtigste Einkommensquelle, immer mehr und mehr rationalisiert. Ein vorher noch nie dagewesener „Trachtenboom" und damit verbunden eine ständig wachsende Nachfrage, lässt den Betrieb auf 18 Mitarbeiter anwachsen. Auch die Nachbarländer Bayern und Südtirol werden beliefert.

1990 ist der Höhepunkt erreicht, mehr Rationalisierung in der Erzeugung ist kaum mehr möglich, immer mehr Hersteller springen auf den „Trachten-Zug" auf und die Preise verfallen. Dazu kommt eine, durch die „Trachtenerneuerung", einsetzende Stagnation der Tracht. Gerold Schodterer erkennt, dass der vom ornamentalen und geschichtlichen Hintergrund hochwertige Trachtenschmuck, durch verbilligte Preise und gesteigerte Stückzahlen Gefahr läuft, zur billigen Massenware zu werden. So beschließt er, gemeinsam mit seiner Frau, die Produktion für den Wiederverkauf einzustellen.

 

 

Bis 1993 wird noch für Privatkunden Trachtenschmuck erzeugt, dann wird die Produktion vollkommen eingestellt. Seither zählt der "Orignal Ischler Trachtenschmuck" zu den Antiquitäten, und ist damit wieder etwas ganz Besonderes geworden. 1993 wird auch die Goldschmiede wieder zurück in die Pfarrgasse verlegt und Besucher haben nun die Möglichkeit, direkt bei der Arbeit zuzusehen.

UNIKATSCHMUCK

1990 gelingt es auch, den neben dem Geschäft in der Pfarrgasse liegenden Raum, in dem die Sicherheitswache untergebracht war, anzumieten. Das Geschäft wird vergrößert und in das heutige Erscheinungsbild gebracht. Mit dieser Erneuerung wird die moderne Schmuckgestaltung, die so wie beim Vater eine bislang geheime Liebe war, in den Vordergrund gestellt.

 

Nicht mehr Vergangenheit wird produziert, sondern Zukunft. Für Gerold Schodterer ist die Zeit gekommen, endlich das zu tun wofür sein Herz schon immer schlägt. Vollkommen neue Formen finden, den Spannungen der verschiedenen Metalle und den strukturellen Eigenheiten der Kristalle nachgeben, eintauchen in eine Welt der Phantasie.

Erstmals wird für Gerold und Karoline Schodterer spürbar, was es heißt, an alten Traditionen zu rütteln. Loslassen ist notwendig, loslassen von Kunden, die nicht mehr folgen wollen, loslassen von wirtschaftlichen Ängsten, loslassen von Zweifeln.

 

Gerold Schodterer über das Erbe der Väter: „Viel hat sich verändert in mir, seit ich den Weg meines Herzens gehe. Mein Beruf ist zu einem intensiven Lernprozess in Sachen „leben lernen" geworden. Meine Erfahrungen und die Freude die mich mit jedem neuen Schmuckstück verbindet kann ich den Menschen weitergeben, die sie tragen. Ich danke meinen Vätern, dass sie mir diesen Weg ermöglicht haben. Sie haben gegründet, bewahrt und die Freiheit so vorbereitet, dass ich mit Freude das Erbe annehmen und in eine eigenständige phantasievolle Zukunft gehen kann."

So wurde ich zum

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