Zum vierten Mal vergibt die Stadt Bad Ischl 2010 den Nestroy-Ring:
Die Auszeichnung geht an den Schauspieler Karl Markovics. Die Verleihung wird am 25. Mai, Nestroys Todestag, im Lehár-Theater in Bad Ischl um 19.30 Uhr stattfinden. Karl Markovics ist der vierte Träger des Bad Ischler Nestroy-Rings nach Erwin Steinhauer, Karlheinz Hackl und Peter Turrini.
Merh Info zum Nestroy-Ring 2010 - PDF 2,4 MB
Karl Markovics hat sich im Sinne des Verleihungsstatuts sowohl durch außerordentliche und herausragende Leistungen um die Pflege der Werke von Johann Nestroy auf höchster künstlerischer Ebene verdient gemacht, als auch durch eine dem Geiste von Johann Nestroy verwandte, satirisch kritische, phantasievolle künstlerische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Anliegen unserer Zeit wichtige und allseits beachtete Akzente zu setzen vermocht.
Karl Markovics spielte nicht nur zahlreiche Rollen in Nestroy-Stücken, in Peter Turrinis Mein Nestroy verkörperte er Nestroy selbst. Bad Ischl und dem Salzkammergut ist Markovics durch seine Darstellung des Stockinger in der gleichnamigen Fernsehserie verbunden. 2009 hielt er die Gedenkrede bei der Befreiungsfeier in Ebensee.
Karl Markovics wurde am 29. August 1963 in Wien als Sohn einer Verkäuferin und eines Bus-Chauffeurs geboren. Er wollte keinen bürgerlichen Beruf ergreifen, sondern zum Theater, wofür die Eltern Verständnis zeigten. Bei der Aufnahmeprüfung für das Max-Reinhardt-Seminar scheiterte er jedoch. Davon ließ sich Markovics allerdings nicht beirren und er begann 1982 am Serapionstheater Wien zu spielen. 1987 wechselte er zum Wiener Ensemble. In den folgenden Jahren spielte Markovics in zahlreichen TV- und Theaterproduktionen, unter anderem am Theater in der Josefstadt und am Wiener Volkstheater, wo er im Jahr 2005 mit Eugène Ionescos' Die kahle Sängerin' auch erstmals selbst ein Stück inszenierte. Die Hauptrolle des Salomon Sorowitsch in Stefan Ruzowitzkys Film Die Fälscher (2007), der bei der 80. Oscarverleihung als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde, ist Markovics bislang größter internationaler Erfolg. Im Jahr 2009 hat Markovics gemeinsam mit anderen österreichischen Filmschaffenden die Akademie des Österreichischen Films gegründet.
Text: www.salzi.at / Foto: Christoph Lenzenweger, Bad Ischl und Moritz Schell, Wien www.moritzschell.com
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