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Aller Anfang ist...
... „schwer“ – so wäre es logisch, dieses „geflügelte Wort“ zu beenden. Ein „geflügeltes“ Wort? Sollte sich das nicht leicht anfühlen – federleicht...?
Ersetzen wir das Wort „schwer“ durch ein anderes – ein Wort, das vielfach ungeliebt, weil zu banal, durch Wortschöpfungen wie „exquisit“, „formidable“, „phänomenal“ oder, im Jargon unserer Kids, mit „megageil“ umschrieben wird. Das einfache Wörtchen „schön“ sagt in seiner Kürze alles, was mit „einfach nur schön“ beschrieben werden kann, meint alles, was unser Leben bereichert und sinnvoll macht.
„Aller Anfang ist schön!“ – Ein wunderbarer Startsatz für den Beginn unseres Erdenlebens. Herzenswünsche sind es, die diese bis ins kleinste Detail durchdachten „50 Zentimeter Mensch“ ins Leben begleiten, aber auch Ängste und das Wissen um die unendliche Schutzbedürftigkeit. Perfekt geformt ist der kleine Körper, alles erfüllt vom ersten Atemzug an seine Funktion – selbstverständlich, von unsichtbarer Hand gesteuert. Unendlich große Liebe und Hingabe werden es begleiten, bis es selbstständig und erwachsen geworden ist, unser neugeborenes schreiendes Menschenkind.
In allen Kulturen der Welt wird sie gefeiert, die Ankunft – gefeiert mit Ritualen unterschiedlichster Art, aber immer ist es ein herzlicher Willkommensgruß.
Gute Wünsche begleiten diese Rituale und Symbole – Symbole als Schutz, als Begleitung für die Zukunft. Kraftvolle Symbole sind es, Symbole, die Bedeutung haben, die man erklären kann, wenn die unzähligen „Warum?“ und „Wieso?“ die mütterliche Geduld auf eine harte Probe stellen.
Die Sonne – Lebenssymbol schlechthin, oftmals verteufelt, weil gefährlich, schlecht und schädlich für die Haut, ist unser wichtigstes Lebens- und Wachstumslicht. Die Spirale, als Sinnbild für die Entwicklung unseres Lebens, bezieht sich auf die in allen Lebewesen vorhandenen Träger der Erbinformationen – bekannt als spiralförmige DNS, eine unverwechselbare Visitkarte. Eine Flamme symbolisiert das innere Feuer, die Lebensflamme – der Diamant steht für den Facettenreichtum des Daseins, der Baum ist bildlich dargestelltes Wachstum und die Kugel Zeichen der Unendlichkeit. Allesamt Sinnbilder für das, was Paten oder Eltern ihrem Liebling mit auf den Weg geben wollen.
An einem feinen Goldkettchen – nicht zu fein, denn Babys entwickeln mit ihren winzigen Händchen ungeahnte Kräfte – sind sie doch darauf ausgerichtet, innerhalb von vier Monaten ihr Gewicht und innerhalb von zwei Jahren ihre Größe zu verdoppeln – an einem Goldkettchen legen wir unserem Schützling ein Symbol für einen von göttlicher Gnade begleiteten Weg ins Leben, in Form eines kleinen Anhängers, um den Hals. Liebevoll geformt aus Gold, Platin oder Silber von der meisterlich-intuitiven Hand des begnadeten Goldschmieds, erfüllt dieses Symbol nun seinen Sinn.
Es hat wohl einen tieferen Grund, warum es ein Anhänger ist, der genau dort getragen wird, wo sich das wohl wichtigste Organ des heranwachsenden Kindes befindet, die Thymusdrüse, die für das Wachstum zuständig ist. Irgendwann wird diese Drüse – nach ca. 20 Jahren – ihren Zweck erfüllt haben – vor uns wird dann ein erwachsener, breitschultriger Mann oder eine junge, schöne Frau stehen – tatenhungrig und durstig nach dem „Nektar Leben“. Das Kettchen ist mittlerweile zu eng geworden oder hat ganz ausgedient, der kleine Anhänger aber bleibt als Lebenssymbol erhalten, vielleicht nicht mehr um den Hals getragen, aber als Ansteckschmuck oder einfach in einem besonderen Schatzkästchen mit liebgewordenen Dingen verwahrt behält er seinen Wert.
Das Gedicht – geschrieben von Gerold Schodterer, dem Goldschmied, der das Schmuckstück entworfen hat, hat immer noch Bestand – es bleibt Begleiter für die Zukunft. Und möglicherweise gab es damals vor 20 Jahren zur Taufe vor 20 Jahren noch ein Geschenk – ein farbenfrohes Bild mit Symbolcharakter, das wird zeitlebens einen besonderen Platz in der Wohnung bekommen, war es doch von der ersten schönen Lebensstunde an mit dabei. Schön – wunderschön, denkt sich das junge Paar, ist der Anfang eines neuen Lebensabschnitts...
So wünschen wir allen „Neuankömmlingen“ und ihren Begleitern, sie mögen das Leuchten ihres Schutzengels nie übersehen und einen mit Liebe, Freude, Schönheit und göttlichem Schutz gesegneten Anfang und einen ebensolchen Lebensweg.
© Karoline und Gerold Schodterer
