Gerold und Karoline Schodterer KG, 4820 Bad Ischl, Pfarrgasse 11, Tel. +43 (0)6132 / 23729-0, info@schodterer.at

Atelier Karoline Schodterer, 4820 Bad Ischl, Kurhausstraße 3, Tel. +43 (0)664 / 2253646, karoline@schodterer.at

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1881

1897 - 1900 erlernte er bei Meister Friedrich Hirsch in Wien das Goldschmiedehandwerk, danach besuchte er die Staatsgewerbeschule in Linz.

Bis zur Übernahme der Goldschmiede arbeitete er gemeinsam mit seinem Vater.

 

1911 übernahm er die Goldschmiede und führte die Tradition des Vaters weiter

 

1914 - 1918 war er im Kriegsdienst in Feldkirch und Bregenz und auch in Galizien. Während dieser Zeit wurde das Geschäft soweit es möglich war von seiner Frau Franziska Schodterer weitergeführt.

Nach den Kriegsjahren war das einzige, was zur Genüge zur Verfügung stand, Zeit – diese Zeit nutzte Robert Schodterer I, der eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe, unendliche Geduld und eine große Naturliebe in die Wiege gelegt bekam, um seinen unverkennbaren Jagdschmuck zu entwickeln. Feine Eichenlaubblätter wurden hergestellt und zu Schmuckstücken zusammengefügt, die aussahen, als wären sie natürlich gewachsen. Nicht einmal die Eichelhülsen fehlten, die noch eine Zeit lang am Baum verbleiben, nachdem sie ihren Kern abgeworfen haben.

wurde Robert Schodterer I, als ältester von drei Kindern in Bad Ischl geboren – hinein in eine äußerst betriebsame Zeit des Aufbaus.

Mit dem spärlichen Lohn aus der Arbeit für die Bauern der Umgebung, die ihm Silbermünzen und Jagdtrophäen brachten, konnte er seine Familie in den Nachkriegsjahren so recht und schlecht über Wasser halten. Auch die Filigrantechnik war für die von Armut und Entbehrungen geprägte Zeit ideal, da mit wenig Materialeinsatz gearbeitet werden konnte. Er brachte diese Technik zur Meisterschaft und fertigte sogar größere Gegenstände, wie eine vollkommen transparente Schatulle an.

 

Robert Schodterer I begann die ornamentalen Entwürfe seines Vaters Engelbert wieder hervorzuholen, fertigte Schablonen an und es entstanden erste handgefertigte Kleinserien. Wenn es auch die Umstände nicht erlaubten, sich durch herausragende Stücke einen guten Namen zu machen, war die Vorarbeit, vor allem in Form von Zeichnungen, für den späteren „Original Ischler Trachtenschmuck" und den später weithin bekannten "Schodterer Jagdschmuck" eine sehr wesentliche und wichtige.

1937 verlegt er die Goldschmiede vom alten Pfarrhof am Auböckplatz in das in der Pfarrgasse gelegene Rathaus, wo sie sich heute noch befindet.

 

1939 erschütterte wieder der Krieg die Welt und die wirtschaftliche Lage wurde immer schlechter.

1943 musste für einige Zeit sogar das Handelsgeschäft geschlossen werden, die Goldschmiede blieb aber auch während des Krieges als Reparaturgoldschmiede bestehen.

 

1949 starb Robert Schodterer I. Sein Leben war gezeichnet von den Entbehrungen zweier Weltkriege. Die Bescheidenheit und das Durchhaltevermögen von Robert Schodterer I machten es möglich, dass sein Sohn Robert Schodterer II das Erbe seines Vaters antreten und die Goldschmiede, anfangs noch gemeinsam mit seiner Mutter, weiterzuführen konnte.

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1949

Am besten geeignet, die Zeit der Kriege zu beschreiben, sind wohl die Worte von Alfred Komarek: Den Ersten Weltkrieg hatte das Salzkammergut mit argen Schrammen, aber einer intakten Identität überlebt: die gute alte Sommerfrische gab es noch immer, die Künstler kamen, und die reichen, schönen Leute, sogar ein ganz klein wenig kaiserlich ging es noch zu. Der nächste große Krieg hatte auch mit dem letzten Abglanz einer schönen Vergangenheit Schluss gemacht.

Es gab die große Welt nicht mehr, welche die eleganten Luxushotels mit Leben hätten erfüllen können, und das Salzkammergut der Künstler, der Mäzene, der Bohemiens, der mutigen Investoren und der unterhaltsamen Bankrotteure war zerflattert. Zurück bleib eine Landschaft, schön wie eh und je, zurück blieben leere Villen, herrschaftliches Gemäuer, mit dem niemand etwas Rechtes anzufangen wusste...