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Schauspielerin

ICH SPIEL HALT GERN...

Zusammenfassung des Gesprächs von

Gerold Schodterer mit Erni Mangold

"Ich bin halt ein Profi, ich spiel halt gern Theater! Ehrlich gesagt war ich sehr erstaunt, dass ich den Nestroyring bekommen soll, denn ich hab ja nur drei- oder viermal Nestroy gespielt“, meint Erni Mangold am Beginn unseres Gesprächs, nachdem sie meine Frau und mich in ihrem Haus in St. Leonhard herzlich und trotz der kalten Jahreszeit barfuß empfangen und uns in ihrem Wohnzimmer Platz angeboten hat.

Nach einem Schluck Quellwasser, das sie sich in einem großen Fass bringen lässt und von dem immer genug vorrätig sein muss, fährt sie fort: „Politisch war Nestroy ein interessanter Mann, was ich sehr schätze. Seine Rollen, die er für sich geschrieben hat, waren sehr gut. Er war sehr zeitnah, hatte wunderbare Philosophien in seiner Sprache, war hochintelligent und ein sehr guter Schauspieler, Schriftsteller und Literat. Schade, dass er nicht heute lebt! Was mich mit ihm verbindet, ist die Satire und der Witz. Etwas satirisch hinüberzubringen hab ich sehr gerne. Es ist sehr direkt und dahinter schlummert ein Witz, der bösartig sein kann und in gewisser Weise humoristisch. Zynisch war Nestroy nie, das hat er nicht notwendig gehabt." weiterlesen...

DIE SYMBOLIK

 

Der Rolle ihren Glanz geben!

„Ich find es schön, wenn ein Ring aus drei Dingen besteht,“ meint Erni Mangold und ergänzt: „Für mich sollte er einfach sein.“

So besteht die Symbolik für ihren Nestroyring aus drei Dingen: dem Bühnenboden, der Figur und einem Stein. Nur, ganz so einfach kann der Nestroyring allein schon wegen seiner ausdrucksstarken Formensprache nicht werden. Angesichts des reichen Erfahrungsschatzes, den die große Schauspielerin ihr Eigen nennen kann, und der Vielzahl bedeutender Aussagen, die in der Gestaltung des Ringes ihr Echo finden, musste dann doch die Schlichtheit ein wenig zurückstehen, um der Fülle ihren Raum zu lassen.

Nimmt man den Ring in Augenschein, so fällt der Blick sofort auf die sitzende Figur, die jedoch erst bei genauem Hinschauen ihr Geheimnis preisgibt und erzählt, wie sie mit der Geschichte Erni Mangolds verbunden ist.

Sie stellt sowohl eine Lesende und somit Lernende, das Gelesene in sich Aufnehmende, als auch eine Rezitierende dar. Das sich in einen Text Vertiefen gehört wohl zu den wichtigsten Aufgaben des Schauspielers und so sagt Erni Mangold auch: „Der Text wird von mir gegessen und gegessen, bis er eines Tages so rausrutscht, dass ich denke, ja, das ist es!“ 

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Szenenfoto

Ein

SOMMERNACHTSTRAUM

Volkstheater Wien

April 2015

Foto: Lalo Jodlbauer

ERNI MANGOLD

Kammerschauspielerin Prof. Erni Mangold wurde 1927 in Großweikersdorf, Niederösterreich, geboren. Sie entstammt einer Künstlerfamilie. Der Vater war Maler, die Mutter Pianistin. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Schauspielschule Krauss, die auch Größen, wie Oskar Werner, Karzheinz Böhm und Kurt Sowinetz ans Theater brachte.

Ihr Debüt gab sie im Wiener Renaissancetheater, danach spielte sie am Theater in der Josefstadt. 1955 folgte sie dem Ruf Gustaf Gründgens’ nach Hamburg ans Deutsche Schauspielhaus und trat auch am Thalia Theater, am Düsseldorfer Schauspielhaus, in Berlin und Zürich auf. Zurück in Österreich unterrichtete sie, neben zahlreichen Engagements an verschiedenen Theatern, bei Film und Fernsehen, am Salzburger Mozarteum, an der Schauspielschule Krauss und am Wiener Max Reinhardt Seminar. Mehr als 10 Jahre lehrte sie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. weiterlesen...